Motorsport für Jedermann

Unser X1/9 bietet, aufgrund seines Mittelmotorkonzepts, gute Anlagen für die Teilnahme an kleinen motorsportlichen Veranstaltungen. Gerade beim Slalom spielt die eigentliche PS-Zahl eine eher untergeordnete Rolle. Aber auch die Teilnahme an Gleichmäßigkeitsprüfungen (GLP) bietet eine Menge Spaß-Potenzial. Mittlerweile lohnt sich aufgrund des Alters auch eine Teilnahme an Oldtimer-Rallyes. Hier werden solche Veranstaltungen ein wenig näher erläutert, um besonders auch Anfängern den Einstieg zu erleichtern.

Club-Slalom:

Slalom-Veranstaltungen für "Jedermann" werden i.d.R. als Club-Slalom von den örtlichen Motorsport-Clubs veranstaltet. Um beim Club-Slalom mitzufahren, wird keine Lizenz benötigt. Lediglich ein Helm (mit E-Prüfzeichen) und ein gültiger Führerschein wird verlangt. Natürlich muss das Fahrzeug der StVZO entsprechen. Für ein relativ geringes Nenngeld (ca. 20,- Euro - variabel je nach Veranstalter) kann man auf einem abgesperrten Gelände drei Durchläufe fahren. Der erste Lauf wird meist als Trainingslauf gewertet, die nächsten beiden Läufe gehen dann in die Wertung ein.

Vor dem Start erfolgt eine Einteilung des Fahrzeugs in die gültigen Klassen. Die Klassen werden in der Regel nach dem Leistungsgewicht bestimmt. Um dieses zu ermitteln, wird das Leergewicht durch die in den Fahrzeugpapieren eingetragene Leistung (in kW) geteilt.

Man fährt beim Slalom einzeln (jeder für sich gegen die Zeit) auf einem vorher abgesteckten Kurs außerhalb des öffentlichen Straßenverkehrs. Meist werden dazu große Parkplätze genutzt. Spezialisten nutzen für solche Veranstaltungen Rennreifen (Slicks oder Semi-Slicks), für Anfänger reichen Straßenreifen zunächst aber vollkommen aus.

Über Slalom-Veranstaltungen im Norden kann man sich sehr gut im Rennsport-Forum im Internet informieren. Hier findet man auch die aktuellen Termine für das laufende Jahr.

Abschließend hier ein Auszug aus den Klassen des DMSB (Deutscher Motor Sport Bund e.V.).

Freies Training / Track-Days:

Bei solchen Veranstaltungen treffen sich Gleichgesinnte, die Lust auf die eine oder andere schnelle Runde auf einer echten Rennstrecke haben. Dabei geht es jedoch nicht um Bestzeiten, i.d.R. gibt es dabei noch nicht einmal eine Zeitnahme. Solche Events werden vielfach vor einer offiziellen Rennveranstaltung angeboten (Trainingseinheit), da kann dann Jeder mitfahren. Voraussetzungen sind meist nur Helm und Führerschein. Natürlich muss der Wagen vorher die technische Abnahme bestehen, also verkehrssicher sein. Für uns Nordlichter sind die regelmäßig stattfindenden Trainings in Padborg eine gute Möglichkeit. Angeboten werden solche Veranstaltungen aber fast überall (Nordschleife, Schleizer Dreieck, Oschersleben, ...).

Gleichmäßigkeitsprüfungen (GLP):

Beim GLP geht es darum, eine bestimmte Strecke (meist ein abgesperrter Rennkurs) mehrmals mit möglichst gleichen Rundenzeiten zu fahren. Dabei kann natürlich auch gleichmäßig schnell gefahren werden. Hier oben im Norden ist der Circuit in Padborg (Dänemark - gleich hinter der Grenze) dafür die erste Adresse. Es werden dabei zweimal 18 Runden gefahren. Man sollte nicht unterschätzen, das es sich dabei durchaus um eine schweißtreibende Angelegenheit handeln kann. Empfohlen wird deshalb beim Tankstopp nach 18 Runden auch ein Fahrerwechsel. Neuerdings wird auch der so genannte Padborg-Sprint angeboten, hier kommt es wirklich auf Bestzeiten an! Dafür muss das Auto aber auch mit Überrollkäfig, Feuerlöschanlage & Co. ausgestattet sein und der Fahrer benötigt feuerfeste Bekleidung.

Mehr Informationen (und die aktuellen Termine) über diese Veranstaltung gibt es im Netz auf www.glp-nord.de .

Die Teilnahme an GLP-Veranstaltungen geht grundsätzlich schon auf's Material und ist nicht ganz so unkritisch zu sehen, wie ein Club-Slalom.

Oldtimer-Rallye:

Oldtimer-Rallyes gibt es in vielfacher Ausführung. Dabei reicht die Palette von lockeren touristischen Ausfahrten ohne Zeitnahme und großes Regelwerk (ein wenig Orientierungssinn sollte vorhanden sein, ansonsten gilt "Sehen und Gesehen werden") bis hin zu sehr anspruchsvollen Gleichmäßigkeitsfahrten mit Sonderprüfungen, wo es auf die hundertstel Sekunde ankommt. Dabei werden dann noch Unterteilungen in sog. Sanduhr-Klassen (mit mechanischen Stoppuhren) und moderneren Klassen vorgenommen.

Allgemein gilt auch hier, dass es Menschen gibt, die solche Rallyes bierernst nehmen, aber auch genügend Oldtimer-Piloten, die einfach nur ihren Spaß haben wollen. Und darauf kommt es letztendlich doch auch an...

Ein fester Termin im Norden ist die ADAC Hamburg Klassik, die im Juni wieder quer durch Schleswig-Holstein führen wird. Infos und den genauen Termin gibt es auf www.adac-hamburg-klassik.de